Archiv der Kategorie 'Weltverbesserung - ein Versuch'

P.S.:

Guckt mal in meinen vorletzten Beitrag zur meiner Wiederentdeckung, der Bu war mal detektivmäßig unterwegs und hat recherchiert. Sehr gut, wie ich finde. Ich finde das Müllvermeidungs-Konzept super, aber was bringt es mir, wenn die Inhaltsstoffe doch nicht so unbedenklich sind, wie angegeben? Es gibt ja einige Produkte, die keine bösen Inhaltsstoffe haben, so ist es ja nicht. Man müsste dann eben damit leben, dass die Firma dennoch Greenwashing betreibt… Und wie es immer ist bei solchen Themen, man muss irgendwie seinen Weg finden… Was denkt ihr darüber?

Wiederentdecktes

Obacht, auch wenn es sich so anhört, das ist keine Werbung. Ich möchte euch, die sich auch mit dem Thema tierversuchsfreie Kosmetik, Müll- und Zusatzstoffevermeidung und gesundes Leben im Allgemeinen auseinander setzen, nur meine neueste Wiederentdeckung vorstellen.

Vor Jahren hatte ich nämlich schon einige L*ush-Produkte verwendet und ich war auch jedes Mal sehr begeistert, weil sie sehr ergiebig und vor allem bei meiner trockenen Haut geholfen hatten. Dann, wahrscheinlich weil es einfach keinen Laden in meinem Wohnort gibt, griff ich wieder zu anderen Waschutensilien. Klar, dass das auch Naturkosmetikprodukte waren, aber eben auch mit Plastik-Umverpackungen.
Als es jetzt wieder im Rahmen unserer Weltverbesserungsversuche darum ging, ideen zu sammeln wie man Müll und vor allem Plastik vermeiden kann, brachte mich mein Quasi-Schwager wieder auf die Idee, L*ush-Produkte zu kaufen. Das Tolle an den Kosmetika ist nämlich, dass die Hersteller versuchen, mit so wenig wie möglich Verpackung auszukommen (abgesehen von den Zusatzstoffen etc. selbstverständlich). Das Deo, was ich mir zum Beispiel gekauft habe, sieht aus wie ein Seifenstück und liegt jetzt einfach zuhause auf einem Untertellerchen. Und das Stück Körperbutter, das ich als Probe geschenkt bekommen habe, bleibt im Papierbeutelchen, welches ich als Transport-Verpackung mitbekommen habe und natürlich aus Recyclingpapier besteht. Und wieder bin ich mit beiden Produkten total zufrieden und liebe ihren Duft. Das Deo hat mich zum Beispiel begeistert, weil ein bisschen Patchouliöl drin ist und auf dem Verkaufsschild stand, dass es für Hippies sei. Und jetzt, wo es in meiner Stadt auch einen Laden gibt, werde ich wieder öfter dort einkaufen. Vielleicht gibt es ja bei euch auch einen um die Ecke?

Ausmisten, my love

Ich habe es ja bereits öfter als Höhepunkte meiner Wochen kundgetan, ausmisten steht bei mir derzeit ganz oben auf der Favoritenliste. Nichts ist schöner, als alten Krempel auszusortieren und neuen Platz zu schaffen. Oder einfach mal das Regalbrett leer zu lassen, es füllt sich ja sowieso schneller als man denkt… Das ist wie Ballast abwerfen.
Ausmisten heißt bei mir aber nicht, dass ich wahllos alles in den Müllcontainer werfe. Derzeit ist der Container unseres Mehrfamilienhauses wieder randvoll gefüllt, weil jemand ausgezogen ist und anscheinend nicht wusste, wohin mit Dingen, die er nicht mehr braucht. Bedauerlicher- und ärgerlicherweise waren das alles Sachen, die nicht kaputt waren und man noch weiter verwenden könnte. Das ärgert mich deswegen, weil es unsere Wegwerfgesellschaft so gnadenlos deutlich macht und macht mich traurig, weil es genug Menschen gibt, die sich über diese Dinge sehr freuen würden.
Wenn ich ausmiste, überlege ich mir beim Aussortieren genau, ob es weiterverwendbar ist oder nicht. Es gibt bei uns Sozialkaufhäuser, in die ich Gebrauchsgegenstände für den Alltag bringe, für die ich kein Geld haben möchte. Andernfalls versuche ich, noch ein paar Groschen beim An- und Verkauf zu bekommen. Meine ganzen Uni-Bücher, die sowieso veraltet sind, bin ich hier losgeworden. Das ist eine super Alternative, wenn man davon nicht reich werden möchte. Dort kann man auch CDs, DVDs und einige technische Geräte verkaufen. Technische kaputte oder veraltete Geräte haben wir allerdings hier kostenlos angeboten und damit schon einige Bastler glücklich gemacht. Kleidung bringe ich zur Altkleidersammlung – aber Achtung, da gibt es deutliche Unterschiede, was mit den Klamotten passiert! Ansonsten funktioniere ich auch gerne um (alte Hemden vom Bu werden meine Nachthemden, nicht mehr gebrauchte Blumenübertöpfe werden Klopapieraufbewahrer etc.) oder verschenke und tausche.
Es gibt also zig Alternativen zur Mülltonne, geht zwar teilweise nicht so schnell wie das in die Tonne werfen, fühlt sich aber viel besser an.

Was macht ihr mit veralteten, nicht mehr brauchbaren Dingen?

No one has ever become poor by giving.*


*Anne Frank

Mit meiner Yogalehrerinfreundin tausche ich recht viel. Ihre Yogamattenauflage gegen meine Umhängetasche. Ein Buch, was ich schon immer haben wollte, gegen selbstgemachten Apfelsaft von uns. Eine Strickjacke, die ihr nicht mehr passte, gegen ein urlaubskind-Täschchen von mir… Mit einer anderen Freundin tauschte ich gerade Tee und Raumspray gegen Kissenhüllen, die ich für sie nähte. Mit meiner Kollegin schenke ich immer Marmeladen und Eingemachtes hin und her. Ich finde das Prinzip total klasse und vor allem zwischen Freunden viel schöner, als mit Geld zu hantieren. Außerdem bekommen die Dinge einen anderen Wert. Irgendwie.
Wir leben alle so im Überfluss, und die Frage danach, ob wir dieses oder jenes wirklich brauchen, erübrigt sich oftmals ziemlich schnell oder könnte bis zum Morgengrauen ausführlichst diskutiert werden. Wenn ich aber etwas besitze, was ich nicht mehr benötige oder wovon ich viel habe, gebe ich es gerne weiter. Und wenn niemand aus meinem Freundeskreis Interesse daran hat, gehen die Klamotten zum Roten Kreuz und diverse Gebrauchsgegenstände zum Umsonst-Laden für Hilfsbedüftige. Außerdem leihe ich mir gerne das ein oder andere, anstatt es mir sofort zu kaufen. Das sind vor allem Bücher, und zur Zeit habe ich auch ein Kameraobjekt zur Leihgabe zuhause.
Als ich so über das Thema nachgedacht habe, bin ich auf folgender Seite gelandet, vielleicht interessiert sie euch ja auch.
Wie steht ihr zu dem Thema? Verleiht, tauscht und verschenkt ihr auch gerne?

Helden des Alltags

Am heutigen Heldendienstag küre ich eine besondere Schokolade! Sie fiel mir zum allerersten Mal aufgrund ihres Namens auf. Und da wir zu dieser Zeit gerade überlegten, was wir unseren Hochzeitsgästen Kleines schenken könnten, war die Entscheidung schnell getroffen. Bio, vegan, fairtrade… das ist doch genau unser Ding! Obendrein stecken in der Schokolade ganz viele tolle Anti-Oxidantien, die laut Hersteller besonders viele liebevolle und fröhliche Gefühle erzeugen! Was wäre das Leben ohne Schokolade!?!