2. Teil: Die Grünfärberei

Wusstet Ihr, was Greenwashing ist?
Das sich reinwaschen beziehungsweise sich die weiße Weste anziehen und durch clevere Marketingkampagnen so tun, als würde man fair und umweltfreundlich produzieren. Doch schaut man sich die Unternehmen genauer an, sieht man, dass das nur Schönfärberei ist. Selbst in der Politik, in Verbänden und in der Wirtschaft wird Greenwashing betrieben.
Was uns das angeht? Ganz einfach: Augen auf im Alltag!

In der Werbung wird man tagtäglich mit Begriffen wie klimaneutral, umweltfreundlich, fair und öko, klimaschonend usw. konfrontiert, doch was steckt eigentlich dahinter? Anscheinend, so denn man mal ein wenig recherchiert, sind viele Begriffe leere Hülsen und schenken dem Produkt lediglich einen Heiligenschein. Der Umwelt bringt’s nichts. Der Käufer wird belogen.
Zurück zum Alltag.
Ganz klassisch Greenwashing betrieben hat wohl letztens erst der große Fastfood-Rieße. Da wollen sie das noch rote Schild einfach in Zukunft grün machen, um ihre Umweltfreundlichkeit deutlich zu machen. Hilft das der Umwelt? Der Laden steht seit jeher wegen seines hohen Verpackungsmülls in der Kritik. Auch der große Klamottenladen aus Schweden wird kritisch beäugt. Seit einiger Zeit werben sie ja mit Öko-Baumwolle, doch wie öko ist sie eigentlich? Nun kam es ja erst kürzlich zu skandalösen News, nämlich dass die vermeintliche Öko-Baumwolle genmanipuliert war. Zudem ist Öko nicht gleich öko. Die Baumwolle kann noch so öko sein, wenn sie aber nicht entsprechend verarbeitet wird – Stichwort Chemikalien oder Kinderarbeit. Richtig öko ist nämlich erst der Hersteller, der ein besonderes Zertifikat besitzt. Und dieses besitzt nicht die schwedische Handelskette.

Die Liste kann endlos weitergeführt werden. Was ich euch sagen will ist: Hinterfragt einfach mal das nächste Mal, wenn ihr den ein oder anderen Begriff, der mit „Öko“ oder „Umwelt“ oder wie auch immer anfängt.

Falls ihr euch noch weiter informieren möchtet: Hier gibt es eine kleine Linksammlung sowie ein Kurzfilm. Auch auf dieser Seite gibt es einen Film sowie weitere interessante Informationen. Auch ganz spannend: es gibt sogar den Grünfärber-Award für das Unternehmen, was den größten Unfug mit Greenwashing betreibt. Auf dieser Seite werden einige der größten Halunken vorgestellt und erklären auch, was denn jetzt überhaupt gesellschaftliche Verantwortung bedeutet. Und falls ihr jetzt richtig eingestiegen seit auf den Weltverbesser-Tripp, lege ich euch noch diese Seite ans Herz.

Auch heute wieder: besten Dank für eure Aufmerksamkeit sowie für Anmerkungen, Ergänzungen und Gedanken!

Ich für meinen Teil setze mich jetzt an meine Nähmaschine, denn es dürstet mir nach einer richtig schönen Hippie-Tasche ;-)


1 Antwort auf „2. Teil: Die Grünfärberei“


  1. 1 Der wo der Liebste ist 27. Januar 2010 um 3:09 Uhr

    Ja aber bei dem Fastfoodrießen kann man doch klasse Chef von 40 (sicher derb gut bezahlten) Mitarbeitern werden gutes Geld verdienen (dass den Mitarbeitern fehlt) und mit seinen fast 70jährigen Mitarbeiterinnen (die von ihrer Rente allein nicht leben können) toll Squash spielen gehen. Wie kann der denn böse sein?

    Ich mag deine neue Serie. Vor allem hast da ein paar dufte links entdeckt. Der Klima Lügendetektor gefällt mir bis lang am besten.
    Aber auch der Polyluxbericht über Vattenfall. Wann kommen die denn mal bei uns vorbei und schrauben Energiesparlampen rein?

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